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Warum Sport glücklich macht

von Claudia Stegmann

Wer von uns kennt ihn nicht? Den Schweinehund, der sagt: „Leg nach diesem stressigen Tag doch lieber die Füße hoch als zum Sport zu gehen.“ Blöd nur, dass er mit diesem Tipp ziemlich daneben liegt. Denn die biochemischen Prozesse, die evolutionsbedingt in uns stecken, haben eine andere Sicht auf die Dinge, als der Bequemlichkeitsmensch in uns.

Urzeit

Die Hauptaufgabe unserer steinzeitlichen Vorfahren bestand darin ihr eigenes Überleben zu sichern und unsere Art zu erhalten. Sind sie dabei in außergewöhnliche Belastungssituationen oder an natürliche Feinde geraten, hat der Körper Stresshormone als biochemische Botenstoffe produziert. Wie so oft in unserem kleinen Wunderwerk Körper, passiert das nicht ohne Grund. Denn Stresshormone halfen den Urmenschen im Falle eines Kampfes oder einer bevorstehenden Flucht, alle verfügbaren Energiereserven freizusetzen. Durch die Bewegung und die damit verbundene Muskelaktivität sowie die anschließende Ruhephase wurden die Stresshormone wieder abgebaut.

Steinzeitmensch

Evolution

Im Laufe der Zeit hat sich einiges verändert. Viele von uns sichern inzwischen ihr Überleben mit einer sitzenden Tätigkeit, bewegen sich motorisiert fort und kaufen Lebensmittel, anstatt das Essen selbst zu jagen oder ernten. Um alle externen Erwartungshalten zu erfüllen, werden Hobbys, Sport und Ruhephase oft hintenangestellt oder ersatzlos gestrichen.

Heute

Was sich nicht verändert hat, ist die Tatsache, dass es auch heute noch Situationen gibt, die uns Stressen. Auch die biochemischen Prozesse haben sich nicht verändert. Unser Körper reagiert darauf immer noch mit der Ausschüttung von Stresshormonen. Allerdings können wir in den meisten Situationen nicht mehr einfach weglaufen oder die Muskeln spielen lassen.

 

Und nun? Was tun, um den Stress zumindest im Hormonhaushalt wieder abzubauen? Des Rätsels Lösung ist ziemlich einfach: Back to the roots! Wir brauchen wieder mehr Bewegung und anschließende Ruhephasen. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob du deinen sportlichen Ausgleich beim Laufen, Schwimmen, Radfahren, Yoga oder ähnlichem suchst. Obwohl es mich natürlich freuen würde, wenn du Yoga zumindest eine Chance gibst. 😉 Als mentaler Ausgleich kommt alles in Frage, was dich entspannt und ruhig werden lässt: Mediation, ein Spaziergang an der frischen Luft, ein entspanntes Bad …

Egal was für dich ein guter Ausgleich ist, Hauptsache es macht dir Spaß und tut dir gut! Denn ein dauerhaft hohes Stresslevel kann zu einer großen Belastung für unsere Gesundheit werden.

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