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Yoga-Vorurteile, die man nicht glauben sollte - Teil 2

von Claudia Stegmann

Letzte Woche habe ich schon einmal über das Thema Yoga-Vorurteile geschrieben. Dank eures zahlreichen Feedbacks, gibt es diese Woche einen 2. Teil. 😊

Legen wir direkt los:

Yoga ist nur was für schlanke Menschen

Wie oft habe ich schon gehört: „Yoga ist doch nur etwas für Schlanke. Stell dir mich mal in Leggings vor!“

Als erstes: nein beim Yoga wird niemand gezwungen Leggings zu tragen. Wenn du eine andere Sport- oder Jogging-Hose tragen möchtest ist das völlig in Ordnung. Die einzige Bedingung, die deine Kleidung erfüllen muss ist, dass sie bequem ist und du dich darin gut bewegen kannst.

Zum zweiten ist es völlig egal, welche Körperform du hast. Du machst Yoga um dir etwas Gutes zu tun und nicht als Unterhaltungsshow für die anderen Teilnehmer. Selbst wenn die Körperfülle doch in einer Asana "stören" sollte, gibt es Hilfsmittel oder Alternativen, die dir ein gut ausgebildeter Yogalehrer gern zuflüstern wird.

Yoga ist schädlich für die Gelenke

Diese Aussage taucht in der Presse immer wieder einmal auf. Leider ist sie auch nicht komplett von der Hand zu weisen.

Denn werden Yoga-Übungen falsch ausgeführt, kann das auf lange Sicht tatsächlich zu einer Schädigung der Gelenke führen. Darum ist es wichtig, die Asanas wirklich gut auszurichten und die Tipps sowie Korrekturen eines ausgebildeten Lehrers anzunehmen.

Wenn du zusätzlich zu deinem Yogakurs zu Hause allein, mit Videos oder Büchern übst, versuche dich so gut wie möglich an alle Hinweise zu erinnern. Eine sehr gute Unterstützung ist dabei ein großer Spiegel. Oft ist unsere Wahrnehmung nicht so genau, wie unser Spiegelbild. 😉

Yoga ist nicht meine Religion

Das ist absolut richtig! Denn Yoga ist überhaupt keine Religion. 😉

Ja, Yoga ist aus Indien zu uns gekommen und der Großteil der Bevölkerungen dort ist buddhistisch. Das heißt aber nicht, dass du direkt zum Buddhismus konvertieren musst, nur um Yoga zu praktizieren. Du kannst die Vorteile von Yoga genauso gut mit jedem anderen Glauben oder auch ohne jegliche Konfession genießen.

Yoga ist nur was für "erdnahe Ökos"

Im ersten Moment bin ich über die Formulierung im Feedback gestolpert und musste nachfragen, um zu verstehen, was gemeint ist. 😄

Scheinbar gibt es immer noch die Vorstellung, dass eine Yoga-Stunde gut vergleichbar mit einem Woodstock-Festival ist. Wo alle überalterte Klamotten tragen, Bäume umarmen und sich ausschließlich von selbst gesammelten Beeren ernähren. Ja, so kann man Yoga praktizieren, wenn das die persönliche Lebenseinstellung ist und man daran Spaß hat. Man kann Yoga aber auch in einem chicen Yogastudio praktizieren. Jedem wie es beliebt und passt.

Auch das Angebot an Yoga-Kursen, Retreats und Konferenzen ist entsprechend vielfältig und für alle Bedürfnisse, lässt sich garantiert das Passende finden.

Darum: nein nicht alle Yogis sind erdnahe Ökos. 😉

Yoga ist doch nur für junge Menschen

Ich weiß, dass viele Leute im besten Alter denken, sie seien schon zu alt um mit Yoga zu beginnen. Aber ich kann euch versichern: man ist nie zu alt um die erste Yoga-Stunde seines Lebens zu besuchen.

Inzwischen gibt es auch viele Yoga-Kurse, die speziell auf Best Ager ausgerichtet sind. Der große Vorteil davon ist, dass der Altersdurchschnitt nicht bunt gemischt ist und die Übungen angepasst sind.

Ich hoffe wirklich sehr, dass diese Vorurteile irgendwann aus den Köpfen verschwinden.

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