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Yoga-Typen, die in keiner Klasse fehlen dürfen

von Claudia Stegmann

In einem Yogakurs ist es wie in einer Schulklasse: Es sind alle möglichen Typen von Schülern zu finden. 😉 Und das ist gut, denn genau diese bunte Mischung macht einen Kurs so lebendig und gibt ihm eine ganz besondere Gruppendynamik.

Der Streber-Yogi

Er oder sie sind leicht am selbst mitgebrachten Hightech-Equipment zu erkennen: neueste Yoga-Mode, super mega Anti-Rutsch-Matte & vom Yoga-Block bis zum Gurt ist schon vor der Stunde alles fein säuberlich um die Matte herum platziert. Diese liegt selbstverständlich IMMER in der ersten Reihe. 😉

Um das zu gewährleisten ist der kleine Streber-Yogi vorbildlich früh im Kursraum anzutreffen, wo er gern schon mal meditiert oder eine Atemübung macht, bevor die eigentliche Stunde überhaupt losgeht.

Er beherrscht auch die schwierigsten Asanas und verdient sich damit manchmal die Anerkennung sowie den Neid des gesamten Kurses.

Der Stresser-Yogi

Der Stresser wird im Alltag von der Zeit verfolgt und bringt diesen Zeitdruck auch mit auf die Matte. Das ist auch oft der Grund, warum er oder sie den Yogaraum absolut hektisch erst mindestens 1 Minute nach Beginn der Stunde betritt.

Seine langen Atemzüge gleichen einer Schnappatmung und langsame geführte Bewegungen sind so geschmeidig, wie die eines Holzhackers.

Der Pausierer-Yogi

Dieser Yogi ist erst im Laufe des Kurses zu erkennen.

Er kommt pünktlich, ist mit jedem Platz im Raum zufrieden und ein eher ausgeglichener Typ. Allerdings nutzt er oder sie in der Stunde jede Gelegenheit, um besonders fordernden Übungen aus dem Weg zu gehen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Nase putzen, Wasser oder Tee trinken, Hände trocknen, nachträgliches holen von Hilfsmitteln, Öffnen oder Schließen von Fenstern …

Der schüchterne Yogi

Er ist wieder sehr leicht zu erkennen. Er platziert seine Matte auf jeden Fall in der hintersten Reihe. Wenn es Schlupfwinkel oder Säulen im Raum gibt, ist er auch oft hinter diesen zu finden, um möglichst nicht gesehen zu werden.

Diese Schüchternheit ist absolut unnötig, da auf der Yogamatte einfach alle gleich sind und es kein Richtig oder Falsch gibt. 

Der Yoga-Yogi

Der Yoga-Yogi stellt den Großteil einer Klasse dar.

Er kommt zum Yoga, ausschließlich um sich etwas Gutes zu tun und weil er Spaß daran hat. Gelegentlich, aber nicht zwangsweise, verabredet er sich auch mit Freunden zum Yoga. Kommt er allein, freut er sich über die Ruhe oder auch jedes zufällige Gespräch, dass neben der Matte zustande kommt.

Er ist besonders offen und genießt, wie auch wir Lehrer, den bunten Mix aus interessanten Charakteren. 😉

Egal welcher Yoga-Typ du bist: Ich mag dich und ich freue mich, dass du mit deiner Individualität meine Yogakurse bereicherst! 😊🙏

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